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Liebe Leserin, lieber Leser!

Ist Gott ein Spielverderber? Oder schafft Gott Raum, damit das Spiel des Lebens optimal laufen kann? Nun – wir wissen, dass jedes Spiel Regeln hat. Ich kann einschätzen, wie weit der Mitspieler gehen kann und darf. So zeigt Gott uns Grenzen auf, die für unser Leben unerlässlich sind. Wer sich daran hält, wird nicht nur berechenbar, sondern auch vertrauenswürdig. So können wir nur dankbar feststellen, dass Gottes Grenzen uns nicht schikanieren, sondern helfen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weitere Denkanstöße beim Lesen der Beiträge. Mit besten Grüßen

Ihr Hartmut Jaeger

     
 
     

Mein Leben ist alles andere als langweilig

Ich bin am 27.10.1963 geboren. Meine Eltern hatten zwar christliche Werte, aber keine Beziehung zu Jesus Christus. Vorstellen konnte ich mir schon, dass es so etwas Höheres wie einen Gott gibt. Aber "fromm" werden war ausgeschlossen, in meiner Vorstellung war das langweilig und spießig, so wollte ich nicht leben. In einer schweren Ehekriese offenbarte mir meine Frau, dass sie einen Freund habe, für mich brach meine heile Welt zusammen – wir trennten uns. Durch ein Ehebuch, das ich von meiner Schwester bekam, erkannte ich, dass ich ein schlechter Ehemann war. Wir wurden beide zu einer Evangelisation eingeladen, wohin wir auch gemeinsam gingen. Dort hatte ich ein Gespräch mit dem Prediger, der mir erklärte, dass Fußball der Gott in meinem Leben war. Er fragte mich, ob ich mit Fußball aufhören würde, um meine Frau zurückzugewinnen. Dazu war ich aber nicht bereit.

Am nächsten Abend bei der Veranstaltung spürte ich, dass Gott eine Entscheidung von mir wollte, ob ich IHN als den Herrn in meinem Leben akzeptieren wollte. Es war ein innerlicher Kampf, dann traf ich eine bewusste Entscheidung und übergab Jesus Christus mein komplettes Leben. Ich konnte mit dem Fußball aufhören und mit meiner Frau einen Neuanfang starten. Wir gingen zusammen in eine Gemeinde und lernten Menschen ­kennen, die eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus hatten. Durch Bibellesen und Beten lernte ich den mir damals unbekannten Gott immer besser kennen und konnte bald Vater zu Ihm sagen. Er gibt meinem Leben nun einen neuen Sinn. Mein Leben ist alles andere als langweilig; dem lebendigen Gott zu dienen ist spannend und ­erquickend, oft anders, als man selber plant.

Stefan Schwemmle

 
     
 
     

Als Christ ein Spielverderber?

So kam ich mir wenigstens vor, als ich gegen die Einrichtung eines Bordells in unserer Kleinstadt Einspruch in einer Bürgerversammlung einlegte. Ich sah im Voraus die vielen Jugendlichen, die das angrenzende Fitness-Studio besuchten und dann den aufreizenden Damen von nebenan begegnen würden. Die Presse war mobilisiert. Das Fernsehen lud uns ein zum Interview mit dem Bürgermeister, der es als harmlos, wie eine Schankwirtschaft, einstufte. Nun war ich der spießbürgerliche Spaßverderber. Ich hatte Mühe, deutlich zu machen, dass uns die Sexualität als etwas Wertvolles und Schönes innerhalb des Schutzraumes der Ehe gegeben wurde. Für Gott ist außerehelicher Sex ein Gräuel. Meine Äußerung wurde als Provokation aufgefasst. Die Betreiberin war schließlich bereit, gegen eine höhere Ablösesumme den Bau zu stoppen und das Projekt aufzugeben. Ich sagte ihr, dass Christen dieses Problem nicht mit Geld lösen würden, sondern mit Gebet. Also fanden sich Christen ein, um gegen dieses Vorhaben zu beten. – Und Gott bekannte sich dazu. Heute, nach zwölf Jahren, erinnert uns eine Bauruine: Gottes will uns bleibende Freude geben. Und keinen belastenden Spaß.

Siegfried Lambeck

 
     
 
     

Lustig gelebt und selig gestorben?

Lustig gelebt und selig gestorben heißt, dem Teufel die Rechnung verdorben", so lautet ein deutsches Sprichwort, das viele Menschen – ob bewusst oder unbewusst – zu ihrem Lebensmotto gemacht haben. Eine andere, oft gebrauchte Redensart ist: "Ich bin dem Tod (oder dem Teufel) noch mal von der Schippe gesprungen." Obwohl solche Sprüche meist mit einem Augenzwinkern gesagt werden, weil man sie nicht ernst nimmt, entsprechen sie trotzdem der Realität. Der Teufel freut sich darüber, wenn die Menschen ihn für dumm halten, und er lässt sie gerne in dem Glauben, solange sie nicht ernsthaft über Gott nachdenken. Die Bibel warnt uns vor solcher Gleichgültigkeit: "HERR, lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss. Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben!" (Psalm 39,5-6). Es ist sehr riskant, nach dem eingangs erwähnten Spruch leben zu wollen, denn niemand weiß, wann er aus diesem Leben abgerufen wird und vor seinem Schöpfer Rechenschaft ablegen muss. Suchen Sie jetzt den Kontakt zu Gott, beten Sie zu ihm; er wird sich finden lassen, wenn Sie ernsthaft nach ihm suchen (lesen Sie Apostelgeschichte 17,24-28). Und lassen Sie sich nicht durch dumme Sprüche vom Ziel Ihres Lebens ablenken.

Günter Seibert

 
     
 
     

Keine Freiheit ohne Grenzen

Als Kind nervte es mich manchmal, dass meine Eltern mir gegenüber Gebote aussprachen, für die ich aus meiner Sicht bereits zu groß war. Z. B. beim Überqueren der Straße sagten sie: "Schau zweimal nach links und zweimal nach rechts, ob wirklich frei ist." Mir rutschte dann mal raus: "Das musst du mir nicht sagen, bin schon groß genug." Dabei wurde mir nichts verboten, sondern geboten, was gut gemeint war. Wir finden vielleicht manchmal Gottes Vorstellungen für unser Leben einengend und denken: "Brauche ich nicht, ich weiß schon, was gut und was schlecht für mich ist. Ich brauche keine Vorschriften, sondern meine Freiheit!" Hierzu ist mir ein Bild hilfreich. Wenn ein Baum gepflanzt wird, wird neben den Stamm ein Pfosten eingeschlagen und der dünne Stamm daran gebunden. Die Wurzel ist in der Erde eingeengt und wird noch mit Erde bedeckt. Doch der Baum kann sich entfalten. Da gibt es oben keine Betondecke. Seitlich sind keine Wände. Er kann nach oben schießen und in die Weite gehen. Wenn wir in einem Aufzug sind, kommt es uns vielleicht manchmal eng vor. Doch wir müssen die Lasten nicht tragen – das übernimmt der Aufzug, der uns nach oben bringt. Wenn wir nach Gottes Willen leben – nach der Bibel –, sind wir auf dem Weg nach oben, in den Himmel, auch wenn es uns vielleicht heute manchmal "eng" vorkommt.

Karl-Ernst Höfflin

 
         
         
 
   
 


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