Liebe Leserin, lieber Leser!
Schon zur Zeit des Neuen Testamentes schieden sich die Geister an der Auferstehung, genauso wie heute. Unabhängig davon ist sie schon immer fester Bestandteil der christlichen Botschaft gewesen. Sie darf auch heute nicht fehlen, denn ohne Auferstehung gäbe es keine Hoffnung. Die Osterbotschaft heißt: Jesus Christus starb für uns, er ist auferstanden und lebt, und jeder, der an ihn glaubt, bekommt neues, göttliches Leben über den Tod hinaus. Die Tatsache der Auferstehung bleibt bestehen, auch wenn es viele Menschen gibt, die sie leugnen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gottes Segen beim Lesen der Beiträge. Ihr
Hartmut Jaeger
„Kein Wunder, dass du Christ bist!“ So in etwa könnte man wohl sagen, wenn man mein Leben anschaut: aufgewachsen in einer „frommen“ Familie, immer im Kindergottesdienst, der Jungschar, dem Gottesdienst. Aber so lief es nicht, denn Gott hat keine Enkelkinder! Auch mit liebevollen christlichen Eltern wird man nicht automatisch Christ, auch ich nicht. Ich war zwar immer in der Gemeinde und wusste mich dort zu benehmen, aber bis zu einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus dauerte es einige Zeit. Wenn ich bei meinen Schulfreunden war, war von meinem christlichen Elternhaus nicht viel zu sehen. Lieber nicht auffallen, lieber nicht uncool sein! Ich dachte, ich könnte alles unter einen Hut bringen. Zum Beispiel bei der Frage nach unserer Entstehung: Zufall oder Schöpfer? Urknall oder Gott? Ich dachte, ich wäre fein raus, wenn ich einfach beides kombinierte. Erst durch einen Mitarbeiter auf einer Jugendfreizeit wurde mir bewusst, dass das nicht geht: Entweder stimmt die Bibel, oder Gott hat in seinem Wort gelogen oder zumindest keine Ahnung gehabt. Auch in der Liebe musste ich feststellen: Entweder ich folge den Maßstäben der Gesellschaft, oder ich glaube an das, was Gott als gut und richtig beschreibt. Ich musste mich also entscheiden, wer recht hat. Wann das geschah? Das kann ich heute nicht mehr an einem Tag festmachen. Was ich aber weiß, ist, dass ich Gottes Wort, die Bibel, als komplette Wahrheit erkennen konnte. Und dass sie mir Jesus Christus, den Sohn Gottes, als den einzigen Weg zum ewigen Leben zeigte. Dass er der Einzige ist, der meine Schuld, mein Versagen, meine Lügen, also meine Sünden, für die ich Strafe von einem gerechten Gott verdiene, am Kreuz auf sich genommen hat. Nicht, weil ich es verdient habe, sondern weil er mich so sehr liebt. Nicht, weil ich Jesus gesucht habe, sondern weil er mich gefunden hat. Deswegen bin ich Christ, und das ist dann doch ein Wunder. „Der Menschensohn (Jesus Christus) ist ja gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten“ (Lukas 19,10).
› Jan-Marten Dickel
Das Weizenkornprinzip
Kurz vor seiner Kreuzigung machte Jesus den Jüngern deutlich, dass er nicht für immer bei ihnen bleiben würde. Nur durch sein Sterben würde er die Tür für etwas viel Größeres öffnen. Er verdeutlichte dies am Bild des Weizenkorns: Wird es nicht ausgesät, bleibt es sichtbar, kann keine neue Frucht entstehen. Aber erst durch das In-die-Erde-Legen, das Austreiben des Keims und das Vergehen des Korns entstehen viele neue Körner. Ohne den Tod des Samens kein neues Leben. Jesus erklärt damit, dass unser altes geistliches Leben, also unsere Einstellungen und Gewohnheiten, zuerst sterben muss. Warum? Es ist von Sünde und Gottesferne geprägt. In Johannes 14 bezieht er dieses Bild auch auf sein Werk am Kreuz, später auf das Tun seiner Nachfolger. Wer am alten Leben festhält, kann keine Frucht bringen. Wer sagt, er folge Jesus, und lässt das alte Leben einfach weiterlaufen, kann Gottes Segen nicht erfahren. Denn Gott schenkt das Neue. Der Lehrer Nikodemus (Johannes 3) musste das lernen. Auch uns ist das vielleicht fremd. Haben wir nicht auch ohne Gott ein schönes Leben? Das Korn sieht doch gut aus! Aber: keine Frucht, keine Wirkung für die Ewigkeit. Gott möchte Wachstum. Lassen wir das alte Leben los!
› Sebastian Herwig
Was ist eigentlich? Der Tod
Die Bibel bezeichnet den Tod als „letzten Feind“ des Menschen. Er ist nicht „Freund Hein“, er gehört nicht irgendwie zum Leben dazu – er beendet es. Wir können uns deshalb nicht einfach mit unserer Sterblichkeit abfinden, weil Gott den Menschen „die Ewigkeit ins Herz gelegt“ hat (Prediger 3,11). Der Tod ist „der Lohn der Sünde“, ist Folge der Trennung von Gott. Aber Gott hat uns Menschen so lieb, dass er einen Weg fand, das zu ändern: „Die Gnadengabe Gottes ist ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Römer 6,23). Christus ist am Kreuz für unsere Sünden gestorben, aber er blieb nicht im Tod, sondern ist auferstanden. Die anfangs zitierte Aussage befindet sich im großen Kapitel des Neuen Testaments über die Auferstehung Jesu, wo es heißt: „Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden“ (1. Korinther 15,22.26). Wer das glaubt, bekommt ewiges Leben.
› Ralf Kaemper
Was hat Ostern mit Eiern zu tun?
Ich brauche keine Ostereier. Ganz fest glaube ich an die überzeugende Tatsache der leibhaftigen Auferstehung von Jesus Christus. Ohne die Auferstehung unseres Herrn Jesus wäre alles nichts! Unser Glaube wäre vergeblich. Wir würden uns fantastischen Gedanken hingeben und wären am Ende bitter, bitter enttäuscht. Unser Leben wäre vergeblich. Wir würden sinnlos und ohne Orientierung eher existieren als leben. Jesus ist das Leben! Er verspricht denen ewiges Leben, die ihm und seiner Auferstehungskraft vertrauen. Unsere Hoffnung wäre vergeblich. Die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus zeigt uns die triumphierende Macht Gottes über den Tod. Freilich werden wir noch Tag für Tag mit dem Tod konfrontiert. Er ist unser Feind. Dennoch gilt für Christen die herrliche Zusage, die in der Kraft der Auferstehung ihres Herrn begründet ist: „Verschlungen ist der Tod im Sieg. Wo ist, o Tod, dein Sieg? Wo ist, o Tod, dein Stachel?“ (1. Korinther 15,54b und 55a) Eine besondere Gelegenheit ist es, wenn wir uns am Ostertag grüßen und uns gegenseitig zusprechen: „Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.“
› Erik Junker
