Liebe Leserin, lieber Leser!
Täglich werden wir in den Nachrichten mit „Israel“ konfrontiert. Der Fokus unzähliger Kameras ist auf diesen kleinen Fleck unseres Erdballs gerichtet. Israel hält die ganze Welt in Atem. Warum? Lesen Sie selbst. Die vorliegende Ausgabe beschäftigt sich mit diesem Hauptthema der Nachrichten: Israel. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und gute Denkanstöße, was Gottes Handeln in dieser Welt und mit uns persönlich betrifft. Gott segne Sie! Ihr
Hartmut Jaeger
Ich bin im Jahr 1913 in Berlin geboren. Als Juden galten wir nicht als „richtige“ Deutsche. Als ich fünf Jahre alt war, las mir unser Hausmädchen Dieta aus der Bibel die Passionsgeschichte vor. Sie erklärte, dass Jesus der Sohn Gottes war, aber dass böse Menschen ihn an ein Kreuz schlugen. Ich sagte, dass ich, wenn ich damals gelebt hätte, dem guten König vom Kreuz heruntergeholfen hätte, sodass er nicht gestorben wäre. Darauf erklärte Dieta mir, dass Jesus durch seinen Tod für unsere Sünden bezahlt hatte. Danach war er vom Tod auferstanden und bot jetzt allen seine Hilfe an. Ich durfte mit Dieta zur Sonntagsschule gehen, und mit sieben Jahren wurde ich getauft. 1929 kam es in den USA zum Börsencrash, der auch große Auswirkungen auf Deutschland hatte. Die Straßen waren voll mit Obdachlosen, Arbeitslosen und Hungernden. Ich begriff, dass die Menschen deswegen keine Hoffnung hatten, weil sie das Evangelium nicht kannten. Und ich nahm mir vor: Wenn du erwachsen bist, wirst du Evangelist … Daher zog ich 1939 nach Schweden, um dort Theologie zu studieren. Ich begann mein Studium voller Hoffnung, aber mit dem Krieg, der gerade ausgebrochen war, wurde alles teurer. Um nicht zu verhungern, arbeitete ich nebenbei, aber bald musste ich mein Studium abbrechen, weil das Geld nicht mehr reichte. Da wollte ich nicht mehr leben und beschloss, aus dem Fenster meiner Wohnung im vierten Stock zu springen. Doch mein Blick fiel auf das kleine Kreuz neben dem Fenster. Es erinnerte mich daran, dass Jesus mir helfen konnte. Die Worte der Bibel, die ich länger nicht mehr gelesen hatte, gingen mir direkt ins Herz: „Meint ihr, es gefällt mir, wenn ein Gottloser stirbt?“, sagt Jahwe, der Herr. „Nein, ich freue mich, wenn er sein Leben ändert und am Leben bleibt“ (Hesekiel 18,23). Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war äußerlich alles so wie bisher, aber mein Inneres war vollkommen verändert. Bald darauf fand ich meine geistliche Heimat bei der schwedischen Heilsarmee, und ein Professor an der Universität schickte mir seine Studenten, damit sie bei mir Deutschunterricht bekamen. Das brachte mir genügend Geld für Miete und Essen. Ich nahm mein Theologiestudium wieder auf, diesmal bei der Heilsarmee. Mit 25 Jahren wurde ich ein Offizier der Heilsarmee und bekam meine eigene Gemeinde.
› Heinrich Pollack
Jesus tut meiner Seele gut: Er ist mein Seligmacher
Jesus ist kein Europäer. Er ist Jude. Er ist nicht der Gründer einer Religion, sondern der einzige Seligmacher. Sein Name bedeutet „Retter“, „denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“. Gott hat die Gottlosigkeit des Menschen nicht zum Normalzustand erklärt, sondern den Ausnahmezustand ausgerufen. Gott wollte nicht ohne den Menschen sein. Damit die Menschen den unbekannten Gott kennenlernen konnten, musste Gott Mensch werden.
So handelt Gott, um dort zu sein:
- bei der Krippe – Weihnachten erinnert uns daran: Gott wird in Jesus Mensch.
- bei dem Kreuz – Karfreitag erinnert uns daran: Jesus stirbt für uns sündige, gottesferne Menschen.
- bei dem leeren Grab – Ostern erinnert uns daran: Jesus ist auferstanden und lebt. Er gibt Hoffnung und ewiges Leben.
Sein verheißener Name „Immanuel“ bedeutet „Gott mit uns“ – das gilt dir ganz persönlich. Nimm dir diese Worte zu Herzen und spricht sie im Gebet aus zu deiner Seligkeit.
› Erik Junker
Israel – Schlüssel für die Pläne Gottes
In ganz frühen Versen der Bibel über Israel heißt es: „Ich will dich zu einer großen Nation werden lassen; ich werde dich segnen und deinen Namen bekannt machen. Du wirst ein Segen für andere sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dir fluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet sein.“ (1. Mose 12,2-3) Diese Verse zeigen: Israel hat von Gott den Auftrag, ein Segen für die Welt zu sein. Segen, also zum Beispiel Frieden und Stabilität, hängen eng mit seinem Fortbestehen zusammen. Der immer wieder aufkeimende und zunehmende Antisemitismus bedroht Israel – und damit auch die Segensverheißungen Gottes. Antisemitismus bekämpft somit die schönen Dinge, nach denen sich der Westen und die Welt eigentlich sehnen. Und schon heute sehen wir doch: Israel steht an vorderster Front gegen Bedrohungen, wie dem radikalen Islam, die Freiheit und Frieden, auch im Westen, gefährden. Wir haben gesehen, dass sich Gottes Plan einmal erfüllen wird. Das wird geschehen, wenn Jesus, sein Sohn, bald zurückkehrt auf diese Erde. Aber schon heute sollen und dürfen wir uns hinter Israel und somit hinter Gottes gute Pläne für die Welt stellen. Wir haben gelesen, dass, wer Israel segnet, selbst gesegnet wird. Das heißt, wir sollen Israel Gutes wünschen, für Israel beten, vor anderen Menschen für Israel einstehen. Wir müssen uns bewusst sein: Das Schicksal Israels beeinflusst das Schicksal der Welt. Warum? Weil Gott es so will.
› Philipp Ottenburg
Israel – Gottes Augapfel
Ein Versprechen, das Geschichte schreibt. Warum steht seit Jahrtausenden bis zum heutigen Tagen ein winziger Landstreifen im Nahen Osten im Zentrum des Weltgeschehens? Die Bibel gibt uns eine erstaunliche Antwort. Im 5. Mosebuch bezeichnet Gott Sein Volk Israel als „seinen Augapfel“ (vgl. 5. Mose 32,10). Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Wer Israel antastet, „tastet seinen Augapfel“ an (Sacharja 2,12). Jeder hat es schon erfahren: Wer das Auge berührt, trifft den empfindlichsten Teil des menschlichen Körpers! Genau diese Tatsache wird durch die Geschichte bestätigt. Weltreiche kamen zu Macht und Ansehen, bedrohten und verfolgten das jüdische Volk, und gingen wieder unter. Das jüdische Volk blieb erhalten. Das ist ein historisches Wunder und zeigt: Gott steht zu seinem Wort. Und zwar bis zum heutigen Tag. Derselbe Gott, der über Israel wacht, sehnt sich nach einer Beziehung zu jedem Menschen. Durch Jesus Christus, den jüdischen Messias, hat er die Tür zu ihm für alle Völker geöffnet. Gott ist kein unbeteiligter Beobachter der Geschichte. Er sieht auch Ihre Not und Ihre Fragen so unmittelbar, als würde sein eigenes Auge berührt. Er lädt Sie ein, durch seinen Sohn Jesus Christus Teil seiner Geschichte zu werden.
› Fredy Peter
