Liebe Leserin, lieber Leser!
Nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York vor 25 Jahren hörte man immer wieder den Satz: „Es wird nichts mehr so sein, wie es war.“ Und das stimmt! Der 11. September 2001 bleibt im Gedächtnis. Außerdem stellen wir fest, dass sich die Welt nicht zum Guten, sondern eher zum Schlechten verändert hat. Aber dennoch schreiben wir von Hoffnung und möchten auch mit dieser Ausgabe jeden ermutigen, nicht zu resignieren. Jesus Christus heißt der Mann, der Hoffnungslose wieder hoffen lässt und keine leeren Versprechen macht. Lernen Sie IHN kennen! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Denkanstöße beim Lesen. Ihr
Hartmut Jaeger
Todd Beamer war 31 Jahre alt und leitender Angestellter in New Jersey. Mit seiner Frau hatte er zwei Söhne, ein drittes Kind war unterwegs. An diesem Morgen des 11. September 2001 saß er jedoch zum letzten Mal in einem Flugzeug. Mit vielen anderen Passagieren zusammen sah er sich dem unausweichlichen Todesschicksal ausgeliefert, nachdem sich die Nachricht von den Anschlägen auf das World Trade Center bereits verbreitet hatte. Die Entführer des Flugs United Airlines 93 hatten wohl ein ähnlich symbolträchtiges Ziel: das Kapitol, Camp David oder das Weiße Haus. Skrupellos fingen sie zudem an, einige Passagiere zu erdolchen. Wie soll sich ein Christ in solch einer Extremsituation verhalten? Man könnte ein passives Hinnehmen empfehlen und sich dabei auf Jesus’ Aussage beziehen: „Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar“ (Matthäus 5.39). Selbstverteidigung tabu. Doch forderte Jesus nicht auch als das höchste Gebot (neben der Liebe zu Gott) die Liebe zum Nächsten? Wenn nun zahlreiche Menschen vom Tod bedroht sind, muss ich sie dann diesem obersten Gebot zufolge nicht schützen, notfalls mit Gewalt? Wir kennen Todd Beamers Gedanken in diesem Moment nicht. Doch es gibt Aufzeichnungen auf dem Stimmenrekorder. Diesem zufolge betätigte Todd um 9:45 Uhr den Notruf, schilderte die aussichtslose Lage und verwies auf den sicheren Tod aller Passagiere. Doch dann betete er mit seinem Gesprächspartner zunächst das Vaterunser – „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe ... bis in Ewigkeit. Amen.“ – und anschließend Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte ... Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir…“ Nach einem Gruß an seine Familie stand der Mann auf und trat zusammen mit vier weiteren Passagieren den Terroristen entgegen. Tatsächlich schrieben diese fünf mutigen Männer Geschichte, als das Flugzeug um 10 Uhr auf einem Acker in Pennsylvania zerschellte. Eine Zeitung überschrieb diesen Bericht später mit „Licht inmitten der Finsternis“.
› Gekürzter Auszug aus „Aus der Traum“, H. Jaeger/J. Pletsch (Hg.), CV Dillenburg, 2001
Jesus tut meiner Seele gut: Er ist mein Lebensretter
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.“ (1. Korinther 1,18) So formuliert es der Theologe Paulus treffend. Damit rückt er in den Mittelpunkt, was dorthin gehört: „das Wort vom Kreuz.“ Diese Nachricht beinhaltet die Manifestation von Jesus Christus, dem Gekreuzigten. Stellvertretend hat er die Sünden der Menschen durch seinen Tod am Kreuz gesühnt. Das „Wort vom Kreuz“ ist damit der Ausgangspunkt für Gottes große Rettungsaktion. Und wir Menschen? Für die einen ist die Sache mit Jesus am Kreuz völliger Unsinn und geradezu lächerlich. Sie können mit einem „gestorbenen Gott“ nichts anfangen. Es ist ihnen Torheit und Dummheit. Die anderen sind glaubende Menschen. Für sie ist die Botschaft des gekreuzigten Jesus die rettende Kraft, die ihnen neues und ewiges Leben garantiert. Das „Wort vom Kreuz“ ist der alles entscheidende Wendepunkt. Auch für mein eigenes Leben. Ich möchte zu den Leuten gehören, die in dem „Wort vom Kreuz“ den Höhepunkt der großartigen Liebe Gottes erkennen und Gott dafür von ganzem Herzen dankbar sind.
› Erik Junker
Wir haben die Chance!
Warum der Turm in Siloah – von dem Jesus berichtet – umfiel, wissen wir nicht. Warum die Türme des Welthandelszentrums einstürzten, wissen wir. Es war der Hass im Herzen des Menschen ohne Gott. Das Furchtbare: In beiden Fällen traf es Unschuldige. Das Unlösbare: In beiden Fällen wird die Frage nach dem Warum gestellt. Damals hieß sie: Waren die Opfer schuldiger als andere? Heute heißt sie: Warum hat Gott das zugelassen? Niemand weiß es. Auf die Frage damals hatte Jesus eine klare Antwort: Die Opfer waren keine größeren Sünder als andere. Das Unglück war also keine Strafaktion Gottes gegen besondere Sünder. Doch Jesus mahnt: „Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle auch so umkommen.“ „So“ meint: unvorbereitet, ohne die Chance zur Umkehr. So furchtbar es ist, durch ein Unglück den Tod erleiden zu müssen – noch furchtbarer ist, unbekehrt zu sterben und den ewigen Tod erleiden zu müssen, ohne Frieden mit Gott. Solche Menschen tun Jesus sehr leid. Um sie zu retten, ist er gekommen. Aus Retterliebe nimmt er das Unglück als Anlass für einen Bekehrungsaufruf. Für das, was in New York passiert ist, gibt es keine Worte. Aber die Mahnung Jesu gilt auch hier: „Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle auch so umkommen.“
› Theo Lehmann
Endzeit?!
8:45 – Die Minute, in der die Welt zusammenbrach.“ So titelte das große deutsche Zeitgeist-Magazin „Max“ und drückte damit aus, was nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 weltweit gedacht wurde. Seit der friedlichen Revolution 1989, als der Eiserne Vorhang und mit ihm gleich mehrere Diktaturen zerbrachen, wurde nicht mehr derart eine völlig neue Zeit heraufbeschworen wie in jenen Tagen. Große Tageszeitungen schrieben gar von der Endzeit, vom Ende der Oberflächlichkeit, der Spaßgesellschaft, der Sicherheit. In zahllosen Stellungnahmen war viel von Entsetzen und Betroffenheit die Rede – genauso wie bei Politikern. Doch hätte die Bibelkenntnis nicht auch noch zu anderen Voten führen müssen? Jesus sagt doch eindeutig (Matthäus 24): „Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht, denn es muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da.“ Wundern wir uns, wenn nun eintrifft, was die Bibel verheißt? Und was ist zu tun in allem? Das ganze Neue Testament ist durchzogen von der Aufforderung: Tut Buße! Kehrt um! Glaubt an das Evangelium! Denn sonst kommt ihr genauso um! Wenn die jetzige Betroffenheit wirklich zu einer Sinnesänderung führen soll, dann kann dies nur durch eine Hinkehr zu dem Gott erfolgen, der in Jesus Mensch wurde.
› Gekürzter Auszug aus „Aus der Traum“, H. Jaeger/J. Pletsch (Hg.), CV Dillenburg, 2001
