Liebe Leserin, lieber Leser!

In diesem Monat ist Totensonntag, ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist in allen deutschen Bundesländern besonders geschützt und gilt als ein Tag der Stille. Zur Ruhe kommen – das tut gut. Nachdenken über Leben und Tod, sich vorbreiten auf die Ewigkeit, das tut not. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gottes Segen und gute Denkanstöße beim Lesen der Beiträge. Ihr

Hartmut Jaeger


An der Ewigkeit komme ich nicht vorbei

Je älter man wird, desto mehr Gewicht bekommt das Wort „Ewigkeit“. Man fragt sich: Wie lange ist eigentlich ewig? Und man erschrickt vor dem Gedanken an eine Zeit ohne Ende. Mir ist klar geworden: Egal, wie ich die Ewigkeit erkläre oder einordne – sie betrifft mich. Deshalb erscheinen mir Redewendungen wie „Ich habe dich ja ewig nicht gesehen“ oder „Dein ewiges Gemecker“ plötzlich fast wie ein Missbrauch dieses großen Wortes. An der Ewigkeit komme ich nicht vorbei. Ich glaube sogar, dass dieser Gedanke im Herzen jedes Menschen angelegt ist. Die Bibel sagt: „Gott hat die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt.“ Manche erklären, es gebe keine Ewigkeit, und berufen sich dabei auf die Wissenschaft. Doch wissenschaftliche Erkenntnisse verändern sich immer wieder. Ist es vielleicht manchmal einfacher, die Frage nach der Ewigkeit beiseitezuschieben? Vielleicht fordert uns der Schöpfer auch heute noch heraus, neu darüber nachzudenken. Denn was, wenn die Ewigkeit tatsächlich existiert? Die christliche Botschaft sagt: Wer Gott annimmt, wird ewig bei ihm sein. Wer ihn ablehnt, lebt ebenfalls ewig, jedoch getrennt von ihm. Deshalb lohnt es sich, diese Frage bewusst zu bedenken. Besonders intensiv wurde dieses Nachdenken für mich, als unsere Tochter Sina-Marleen nach einem langen Kampf gegen den Krebs starb. Trotz ihrer schweren Krankheit machte sie uns auf ein Lied aufmerksam, das ihr viel bedeutete: „Ich sehne mich nach einem Ort, wo alles Leid ein Ende hat. Denn was ich mit den Augen seh, kann meine Seele nicht verstehn. Die Ewigkeit ist mein Zuhause, du hast sie mir ins Herz gelegt, auch wenn ich sterben werde, weiß ich, dass meine Seele ewig lebt.“ Was machte ihre Stärke aus? Für sie und uns bedeutet das die Hoffnung, ihr wieder zu begegnen, wenn wir gemeinsam am Ziel, bei Jesus, sein werden. Denn auch wir wollen diesen Weg mit Gott gehen. Wir vertrauen IHM. Willst du es auch so erleben? 

› Andreas Pfaff

 


Jesus tut meiner Seele gut: Er ist mein Todes-Überwinder

In einem Gasthaus in Südamerika fand der Wirt einen Fremden tot im Bett. Danach erlitten ein Trapper und ein Soldat dasselbe Schicksal. Als ein Missionar kam, beschwor der Wirt ihn, nicht in der „Totenkammer“ zu übernachten. Der aber sagte: „Mein Leben steht in Gottes Hand.“ Wohlbehalten trat er am Morgen in die Gaststube und lächelte. „Nur ein kleines Ungeziefer hat mich geplagt, aber daran bin ich nicht gestorben. Ich habe herrlich geschlafen, nachdem ich in meiner Bibel gelesen habe.“ Er setzte sich und schlug sie auf. „Nun, was ist das? Da liegt ein kleines Tier drin!“ Der Wirt trat herzu; in seinen Augen stand das Grauen. „Die schwarze Stechfliege! Du bist im Schutz Gottes! Wo diese Fliege sticht, ist der Tod gewiss.“ Dass sich das Tier gerade auf das Blatt der Bibel gesetzt hatte, als der Missionar diese zuklappte ... ist ein Wunder der Gnade Gottes. Die Auferstehung von Jesus Christus zeigt uns die triumphierende Macht Gottes über den Tod. Freilich werden wir noch Tag für Tag mit dem Tod konfrontiert. Er ist unser Feind. Dennoch gilt für Christen die herrliche Zusage, die in der Kraft der Auferstehung von Jesus begründet ist: „Verschlungen ist der Tod im Sieg. Wo ist, o Tod, dein Sieg? Wo ist, o Tod, dein Stachel?“ (1. Korinther 15,54b-55).

› Erik Junker


Die Sehnsucht bleibt

Wie oft haben wir das schon erlebt: Eine Sache, die wir so lange ersehnt haben, tritt ein – und schon ist der Zauber der Erwartung verflogen. Wir können sie nicht festhalten, die schöne Zeit. Schon im Moment der Erfüllung ist sie wieder da: Die Sehnsucht bleibt. Nichts und niemand auf dieser Welt kann sie wirklich stillen. Der englische Schriftsteller C. S. Lewis (Autor von „Die Chroniken von Narnia“) hat einmal darauf hingewiesen, dass die Tatsache, dass uns keine zeitliche Freude wirkliche, tiefe und bleibende Erfüllung bringt, ein Hinweis darauf ist, dass wir nicht für die Zeit geschaffen worden sind. Die Bibel bestätigt dies. Im Buch „Prediger“ heißt es, dass Gott den Menschen „die Ewigkeit in ihr Herz gelegt“ hat (3,11). Wir tragen Ewigkeit im Herzen, weil uns ein ewiger Gott geschaffen hat nach seinem Bild. Das ist unsere Herzens-DNA, die nicht ausgelöscht werden kann, wie sehr wir es auch versuchen und uns wünschen. Und sie ist ein Hinweis auf die übernatürliche Welt Gottes, für die wir geschaffen wurden. Der Zugang zu dieser ewigen Welt ist der Sohn Gottes selbst. Denn Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6).

› Rald Kaemper


Ich sterbe dem Leben entgegen

Der Tod ist ein Thema, mit dem wir uns nur ungern beschäftigen. Viele Menschen haben Angst davor oder wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Oft fehlen uns die richtigen Worte, und wir schweigen lieber. Doch der Tod betrifft jeden Menschen. In Gottes Wort finden wir seinen Ursprung, seine Bedeutung und die Hoffnung auf den Sieg über ihn. In 1. Mose 3 lesen wir, dass durch den Ungehorsam des Menschen die Sünde in die Welt kam. Im Römerbrief 5,12 heißt es, dass durch die Sünde der Tod zu allen Menschen kam. Sünde bedeutet Trennung von Gott. Doch es gibt eine Hoffnung: Jesus Christus. Durch ihn kann die Beziehung zu Gott wiederhergestellt werden. Wer Jesus Christus als Retter annimmt und seine Sünde, seine Schuld, bekennt, darf wissen, dass der Tod nicht das Ende ist. Jesus starb am Kreuz für deine und meine Sünden und ist am dritten Tag auferstanden. Das leere Grab ist der Beweis für seinen Sieg über den Tod. Wir werden alle wiedersehen, die bereits in Gottes Herrlichkeit bei Ihm in der Ewigkeit sind. Darum müssen wir uns nicht fürchten. Wie Paulus sagte: „Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn.“ Gottes Einladung steht: Wir dürfen seine Gnade heute annehmen. Hast du das bereits getan?

› Sebastian Herwig

 

Schritte zum Glauben

1

Beten Sie zu Jesus Christus. Sie können ganz einfach mit ihm reden. Er versteht und liebt Sie (Matthäus 11,28).

2

Bekennen Sie ihm, dass Sie bisher ohne Gott gelebt haben. Erkennen Sie an, dass Sie ein Sünder sind, und bekennen ihm dies als Ihre Schuld. Sie können ihm alle konkreten Sünden nennen, die Ihnen bewusst sind (1. Johannes 1,9).

3

Bitten Sie Jesus Christus, als Herr und Gott in Ihr Leben einzukehren. Vertrauen und glauben Sie ihm von ganzem Herzen. Wenn Sie sich so Jesus Christus als Herrscher anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (Johannes 1,12).

4

Danken Sie Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dass er für Ihre Sünde am Kreuz gestorben ist. Danken Sie ihm, dass er Sie aus Ihrem sündigen Zustand erlöst hat und jede einzelne Sünde vergeben wird (Kolosser 1,14). Reden Sie jeden Tag mit ihm im Gebet und danken Sie ihm für Ihre Gotteskindschaft.

5

Bitten Sie Jesus Christus als Herrn, die Führung in Ihrem Leben zu übernehmen. Suchen Sie den täglichen Kontakt mit ihm durch Bibellesen und Gebet. Der Kontakt mit anderen Christen hilft, als Christ zu wachsen. Jesus Christus wird Ihnen Kraft und Mut zur Nachfolge geben.

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